Speed matters !


Erst heute bin ich auf einen vom Herbst 2015 stammenden Artikel der „Huffington Post“ gestoßen, in dem der teils sicher verblüfften Leserschaft klar gemacht wird, dass es ohnehin jetzt schon mehr Ausländer als Deutsche in Deutschland gebe. Untermauert wird diese These mit einer aus dem Jahr 2007 stammenden Studie des Unternehmens Igenea in Zürich, in der dargelegt wird, dass „lediglich sechs Prozent (!) aller Deutschen väterlicherseits germanischen Ursprungs sind“. Was soll also die Aufregung über Zuwanderung und Überfremdung, ist die Botschaft dieses transatlantischen Komplizen des deutschen „FOCUS“, den ein kluger Zeitgenosse kürzlich den „Spiegel für Gehirnamputierte“ nannte (Originalton Volker Pispers)

Unverfrorener und dümmlicher als von der „Huffington Post“ praktiziert kann man nicht mehr argumentieren. Klar ist man kein Deutscher, weil man „deutsche Gene“ hat; die gibt´s nicht, ebenso wenig wie französische, amerikanische, irakische etc. Aber es gibt ethnische Zugehörigkeit, die sich aus der Abstammung aus einem bestimmten Genpool ergibt, auch wenn dieser im Laufe von Jahrhunderten einem stetigen Wandel unterworfen ist. Menschen sind immer gewandert, werden dies immer tun, und ethnische Zusammensetzungen der Völker werden sich ändern. Das alles ist kein Problem, wenn sich diese Änderungen langsam, im Laufe vieler Generationen und durch maßvolle Wanderungsbewegungen vollziehen. Sie werden nicht einmal auffallen.

Unerträglich und geradezu verbrecherisch ist, was uns heutzutage zugemutet wird, wenn sich die Zusammensetzung der Bevölkerung innerhalb weniger Jahre so dramatisch ändert, dass in Schulklassen nur mehr zwanzig Prozent der Kinder die Landessprache beherrschen, man in Ballungsgebieten kaum mehr ein deutsches Wort hört und wir uns nicht nur als Fremde im eigenen Land fühlen, sondern es auch tatsächlich schon sind.