Taqīya


Im Sommer 2014 ist der geplante Bau einer „Imam Hatip“ – Schule in Simmering, einem Gemeindebezirk Wiens, publik geworden. Dabei wurde auch öffentlich, dass die Islamische Föderation den Unterricht in dem theologischen Oberstufen-Gymnasium ausschließlich auf Türkisch abhalten wollte.

Es ist Aufgabe einer Schule, ihre jugendlichen Absolventen durch Vermittlung einer Palette von Kulturtechniken und Wissen fit für eine Zukunft zu machen, in der sie in ihrem beruflichen und privaten Umfeld allen Aufgaben und Herausforderungen gerecht werden können. Dazu zählt wohl auch sprachliche Interaktion im privaten und beruflichen Umfeld. In offensichtlich weiser Voraussicht der in wenigen Jahren in Wien zu erwartenden Verhältnisse war man also innerhalb der Islamischen Föderation wohl zu dem Schluss gekommen, dass Fremdsprachen wie Deutsch oder Englisch unnötiger, kulturfremder Ballast wären.

Dass man bei den österreichischen Behörden allerdings gar nicht den Bau dieser Schule, sondern die Errichtung eines Kindergartens und Kulturzentrums eingereicht hatte, vervollständigt das Bild.

Nachdem dies öffentlich bekannt geworden war und zu einigem Unmut außerhalb der muslimischen Gemeinschaft geführt hatte, kündigt die Islamische Föderation nun einige Anpassungen des Projekts an.

Mehmet Arslan, der neue Vorsitzende der Islamischen Föderation und SPÖ-Bezirksrat in Rudolfsheim-Fünfhaus, gibt auf die Frage, warum die Islamische Föderation nicht von Anfang an klar formuliert hat, dass eine Imam-Schule geplant war, eine einleuchtende Erklärung ab:

„Zuerst wurde ein Kulturzentrum samt Kindergarten eingereicht. Aber dann kamen wir drauf, dass es in der Umgebung bereits etliche Kindergärten gibt.“  

Wie darf man sich das vorstellen? Vielleicht so:

Zahlreiche Mitglieder der in Simmering angesiedelten muslimischen Parallelgesellschaft hatten sich bei ihren Imamen bitter darüber beklagt, dass es in Simmering keine Kindergärten gebe. Also Kassensturz, allgemeine Erleichterung und Einreichung eines Kindergartens und – weil das so schön zusammen passt – auch eines Kulturzentrums.

Kindergarten und Kulturzentrum wurden von den Behörden abgesegnet, was bei einer der nächsten Versammlungen nach dem Freitagsgebet gebührend gefeiert wird. Plötzlich stürzt ein Mitglied der Glaubensgemeinschaft atemlos in den Saal und schreit: „Brüder! Es gibt sie! Es gibt sie doch! Hier! Hier in Simmering! Kindergärten!“

Im allgemeinen Chaos aus Verwirrung und ungläubigem Staunen verschafft sich der Imam mit lauter Stimme Gehör, preist die Größe Allahs und verkündet die nächstliegende Lösung dieses Dilemmas, nämlich die Umwidmung des Kindergartens in eine Imam-Schule.

Nachsatz:

Im Koran werden zwei Formen der Lüge beschrieben, die dem Moslem unter Umständen erlaubt sind: “Taqiyya“ und „Kitman“. Beide Formen haben das Prinzip gemeinsam, dass sie gegenüber „Ungläubigen“ anzuwenden sind und deren Vertrauen gewinnen sollen, um letztlich ihre „Schwachstellen“ bloß zu legen und sie zu besiegen.

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