Grexit? Warum?


Es ist ein – vielleicht gar nicht so sehr – erstaunliches Phänomen, dass ganz Europa Griechenland für einen „armen Verwandten“ hält, der durch eigene Schuld in die Bredouille geraten ist und dessen finale wirtschaftliche Katastrophe nur dadurch aufzuschieben ist, dass immer neue Milliarden, die auf Nimmerwiedersehen bei den Großgläubigern Griechenlands verschwinden, nach Athen überwiesen werden. Dass die den Griechen als Bedingung für die EU-Milliarden abgepressten Sparmaßnahmen zu schwersten sozialen Konflikten in Griechenland führen, scheint außerhalb Griechenlands niemanden zu stören.

In Wahrheit aber könnte Griechenland längst ein prosperierender Staat sein, dessen Bürger sich an einem Lebensstandard ähnlich dem norwegischen erfreuen könnten. Wie denn das?

Griechenland besitzt eben nicht nur Oliven, Ouzo und Fetakäse, sondern sitzt auf ähnlich gigantischen Öl- und Gasvorkommen wie Libyen. Warum davon allgemein kein Sterbenswörtchen verlautet, ist kein Rätsel, aber eine lange Geschichte.

Die EU wäre klug beraten, mit Griechenland eine gemeinsame Strategie auszuhandeln, wie man Griechenland mit Hilfe europäischer Technologie und der Unterstützung europäischer Investoren die Förderung von Öl und Gas in nennenswerter Menge ermöglicht, und das tunlichst, bevor die Russen oder Amerikaner das tun und uns Europäern nur mehr bleibt, uns in den Hintern zu beissen …

2 Kommentare zu “Grexit? Warum?

  1. Tatsächlich wurde die Missere nur teilweise durch die Griechen selbst verschuldet und jene, die diese Schuld zu tragen haben, sind zugleich jene, die am wenigsten an den Folgen zu tragen haben. Reeder, Banker und Spekulanten haben die Katastrophe kommen sehen und ihre Schäfchen rechtzeitig ins Trockene gebracht. Ironischerweise dürfte das in der EU erst nach dem Wahlerfolg von Syriza bekannt geworden sein; so schlug das bayrische Wirtschaftsministerium erst im März 2015 vor, dass man nun innerhalb der EU nach griechischen Steuerflüchtlingen und -hinterziehern suchen sollte – ein wenig spät…
    Davon abgesehen – und das mag man nun als Verschwörungstheorie ansehen oder auch nicht – besteht in vielen Kreisen, die mit den innereuropäischen Wirtschaftsinteressen und den griechischen Resourcen vertraut sind, längst den Verdacht, dass die Krise in Griechenland bewußt „initiiert“ wurde, um an eben jene Öl- und Gasvorkommen heranzukommen – was von Griechenland bis dahin abgelehnt worden war.
    Ob die Gründe für diese Ablehnung nun ökologischer, ökonomischer oder einfach nur politischer Natur (die Griechen würden off-shore Förderungen mehreitlich ablehnen) waren, mag fraglich sein. Tatsache bleibt, dass die ohnehin schon ökologisch schwer beeinträchtigte und tektonisch hoch-aktive Ägais eine Erdöl-Katastrophe kaum überstehen könnte.

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