Von Marilyn Monroe zu Conchita Wurst – ein Epilog


Es wird nicht viele Soldatenspinde gegeben haben im Amerika der 1950er Jahre, an deren Innenseite kein für damalige Begriffe aufreizendes Abbild Marilyn Monroes angepinnt war. Marilyn Monroe war das “Pin-up girl” ihrer Zeit, ein Idol der Massen und Fleisch gewordener Traum vieler junger Männer. Sie verfügte über ausgeprägt weibliche Attribute, die geeignet waren, Männerphantasien anzuregen und des Frauenbild der damaligen Zeit entscheidend zu beeinflussen. Gerade solche Frauen scheinen aber auch dazu prädestiniert, neun Monate nach der Realisierung solcher Phantasien gesunden Nachwuchs begünstigt durch ihren sehr weiblichen Körperbau schonend zur Welt zu bringen und anschließend mit ihrer prächtigen Oberweite ausgiebig zu nähren.

Die Evolution hat eben unser Äußeres und unsere Wahrnehmung so geformt, wie beides für das Weiterbestehen unserer Art nützlich ist. Auf die für die Fortpflanzung nun einmal nötigen Erzeuger wirken gerade jene weiblichen Formen anziehend, die für den als Folge dieser Anziehung gezeugten Nachwuchs gut und und teils sogar lebenswichtig sind.

So war es wohl schon vor einigen Millionen Jahren, so war es immer noch in den 1950er Jahren, und Teil des amerikanischen Traumes waren damals junge Frauen, deren Körperlichkeit der von Marilyn zumindest nahe kam. Marilyn war die „Sexbombe“ ihrer Zeit und sie hatte zumindest äußerlich alles, was auch heute noch Männer zum Schwärmen bringen könnte. Nur würden ihr viele dieser Männer heute statt dem Prädikat “Sexbombe” das ein wenig despektierliche, aber herzhafte Gütesiegel „geile Alte“ verleihen.

Oder doch nicht?

Schon in den 1960ern schien – zumindest in der westlichen Welt – einiges anders geworden zu sein. Marilyns Formen waren dem neuen Geschmacksdiktat entsprechend plötzlich zu üppig. Dem neuen Schönheitsideal entsprach nunmehr der Prototyp der magersüchtigen Frau, der in dem Model „Twiggy“ seine vermutlich erste weltweit bekannte Verkörperung fand. Bis heute propagieren die Modeschauen und Illustrierten Magazine der westlichen Welt eine Art von Frau, deren krankhaft anmutender magerer Körperbau und androgyn gestylte Erscheinung Zweifel daran aufkommen lassen, ob die Wahl eines männlichen Partners und in weiterer Folge Mutterschaft überhaupt noch ihrem neuen Konzept von Weiblichkeit entspricht.

Genau da scheint auch “der Hase im Pfeffer zu liegen”. Nach den klassischen körperlichen Attributen der Weiblichkeit scheint auch das Konzept von Familie und Mutterschaft in der westlichen Welt aus der Mode gekommen zu sein. Auch die Vorstellung einer Familie, in der Mutter und Vater ihre Kinder in der Weise arbeitsteilig aufziehen, dass der Vater für das Einkommen sorgt, während die Mutter sich um Haushalt und Kindererziehung kümmert, ist von linken Ideologen längst als emanzipationsfeindlich, sexistisch und daher politisch nicht korrekt diskreditiert. So ist dieses überkommene Modell der „heilen Familie“ in unserer westlichen Welt auf dem Rückzug und findet hier sein letztes Refugium in den Gehirnen einiger “rückwärtsgewandter Reaktionäre” und in der Waschmittelwerbung.

Die deshalb immer wahrscheinlicher werdende demographische Katastrophe wird allerdings im öffentlichen politischen Diskurs weitgehend ausgeblendet. Stattdessen zerbricht man sich den Kopf über politisch korrekte Alltagssprache und Schwulenehe. Tatsächlich hätte man der menschlich berechtigten Forderung der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften umgehend und mit einem „Federstrich“ stattgeben können, statt durch jahrelange sinnlose Debatten jene politische Scheintätigkeit zu entfalten, mit der man so gerne über den weitgehenden Verlust der politischen Kompetenzen an die EU-Führung hinwegtäuschen möchte. Ob man die Verbindung homosexueller Paare legalisiert oder nicht, hat nämlich keinerlei Einfluss auf die Bereitschaft heterosexueller Paare, mehr Kinder zu zeugen und großzuziehen.

Die Politiker wären gut beraten, ihre verbliebenen Lösungskompetenzen zur Abwendung der drohenden demographischen Katastrophe einzusetzen, statt mit öffentlichkeitswirksamen Spiegelfechtereien von ihr abzulenken. Dies hätte durch die Schaffung eines veränderten sozialen Bewusstseins und wirtschaftlichen Umfeldes zu geschehen, in dem die Wünsche nach passablem Lebensstandard und mehreren Kindern einander nicht ausschließen. Eine auch in Zukunft gesicherte Altersvorsorge für alle wäre dann nicht mehr so illusorisch wie unter den derzeitigen Gegebenheiten.

Nach einer über Jahrzehnte geübten, fahrlässig familienfeindlichen Politik versuchen viele unserer Politiker immer noch, den demographischen Verwerfungen durch die Forderung nach noch mehr Einwanderung gegenzusteuern. Sie wollen uns glauben machen, dass mit dieser gegen die eigene Bevölkerung gerichteten Maßnahme das Problem einer bald auf dem Kopf stehenden Alterspyramide nachhaltig und zu unserem Besten zu lösen wäre. All jene, die dadurch unsere nationale und kulturelle Identität sowie den Sozialstaat gefährdet sehen und wagen, das auch öffentlich zu äußern, werden als rechtsradikal und rassistisch diffamiert. Dann wenden sich diese “liberalen” Politiker wieder ihrer wichtigsten Agenda zu, die darin besteht, die klassische, aus Vater, Mutter und mehreren Kindern bestehende Familie auf dem linksideologischen Altar individueller Selbstverwirklichung zu opfern.

Und so war das Erscheinen unserer neuen Ikone namens Conchita Wurst eine eigentlich längst überfällige Konsequenz. Conchita, ein als Dame mit Bart auftretender, zierlicher, schwuler, junger Mann von makelloser androgyner Schönheit gewinnt den Songcontest für Österreich und entzückt nach seiner triumphalen Heimkehr, immer weiter das gleiche Liedchen singend, das siegestrunkene Publikum. Publicitygeile Politikerdarsteller springen auf den „fahrenden Zug“ auf und bejubeln mit gerührten Wortspenden politisch korrekt die durch „unsere Conchita“ ausgelöste angebliche Welle gesamteuropäischer Toleranz. Am besten gefällt den Machern der veröffentlichten Meinung aber sicher, dass beim Anblick dieses „Gesamtkunstwerkes“ der zutiefst reaktionäre Gedanke an heterosexuelle Paarung gar nicht erst aufkommt.

Wenn das kein Grund zur Freude ist, was dann?

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